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Donnerstag, 26. Juni 2008

Finish

so, ihr Lieben, ich bin Euch ja noch ein paar Bilder schuldig zum Abschiedsquilt unserer Chorleiterin. Wegen des vermaledeiten Rückens musste ich die Abschlussarbeiten im Liegen machen. Das hat deutlich länger gedauert als normal, aber andererseits hatte ich ja auch etwas Zeit, da ich vieles anderes nicht machen konnte. Und solche Arbeiten beruhigen zudem ein bisschen die Nerven, wenn man zuviel grübelt. Zum Glück ist er noch rechtzeitig fertig geworden.

So sieht er also fertig aus. Ein besseres Bild habe ich leider nicht hinbekommen. Die Fähigkeiten meiner Digicam und meine fotographischen Kenntnisse sind ein bissele beschränkt.


Hier sieht man das gequiltete Muster noch mal von hinten. Ich hoffe, das kommt hier raus.

Und schließlich und endlich hat der Quilt auch einen Namen bekommen.

Er heißt "Matthäus 18-20" Das Zitat steht auf dem Siggy:

Auf den Spruch bin ich gekommen, als ich ein bissele nach Zitaten gegoogelt hatte. Ich bin über eine Seite mit Bibelzitaten gestolpert. Und bei dem Stichwort "Gemeinschaft" fiel mir dieser Spruch auf. Diesen Satz hat Uli häufig gesagt zur Einleitung der Abendgottesdienste, die wir einmal im Monat mitbegleitet hatten und er steht für mich für vieles, was den Chor bislang geprägt hatte: Gemeinschaft und unkompliziert gelebter lebendiger Glaube!

Ich will mich bei weitem nicht als bibelfester Hardcore-Christ bezeichnen. Nö, nö, nö. Ich habe schon meine Zweifel und bin in manchem viel zu sehr Humanist. Aber dank des Chores und vor allem dank Uli habe ich über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren Zugang zum Glauben und Gemeindeleben gefunden und daher war es mir auch so wichtig, den beiden Erkrankungen zum Trotz diesen Quilt fertig zu bekommen.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Quilten, quilten, quilten

In den letzten Tagen habe ich mich daran gemacht, den gehefteten Abschiedsquilt für Uli zunächst mit der Maschine zu quilten. Eigentlich finde ich ja Handquilten schöner als Maschinenquilten. Aber zum einen würde ich das zeitlich wahrscheinlich nicht mehr hinkriegen und zum anderen finde ich das Quilten in der Naht per Hand - das man meist sowieso nicht sieht- immer eine Strafarbeit. Ich will schließlich, dass die Siggys wirken und nicht irgendwelche aufwendigen Quiltmuster. Daher werde ich mich auf das technisch Notwendige beschränken und soweit möglich mit der Maschine quilten.
Aber ich glaube, überzeugter Maschinenquilter werde ich nie. Ich hasse es, so ein Riesenmonstrum immer unter der Maschine durchquetschen zu müssen.

Da ich aber auch innerhalb der Felder zum Teil quilten muss (das Vlies verträgt nur einen gewissen Maximalabstand zwischen den Quiltstichen) gehe ich nun doch noch per Handstich ran. Ich finde, dass Handstiche einfach schöner aussehen. Außerdem wird nun durch das zusätzliche sichtbarere Quilten der Quilt noch mal besser strukturiert und bekommt Tiefe. Finde ich!


Dienstag, 6. Mai 2008

Sewing Monday

Okay, okay, der Titel ist ein bissele hochtrabend. Natürlich habe ich nicht alles an einem Tag genäht, aber ich habe Montag das Top für Uli´s Abschiedsquilt fertig gestellt und den Fortschritt dokumentiert.

Hier sind die ersten beiden aneinandergenähten Reihen zu sehen:


Reihe 3 ist dran!
Jetzt sind es schon 4 Reihen!
Nummero 5.
Jetzt ist es ein Quadrat von 6 x 6 Reihen. Obacht, damit man nicht aus Versehen an der falschen Seite weitertackert und dann wieder trennen darf ;o).

Haha, richtig herum weitergemacht. Reihe 7 ist dran.

Und nun noch die letzte, die 8. Reihe. Voila! Top ist fertig.Hier hält mein eigentlich nicht kleiner Göga das Top hoch. Wie man sieht, ist das schon ein ganz schön großes Teil.


Jetzt kommt meine "Lieblingsübung", das Montieren, also das Zusammenheften von Rückseite, Vlies und Top. Da das Quiltchen ein bissele größer ist, musste das auf dem Fußboden passieren. Seufz! Mein Kreuz!

Aber ich habe es nicht komplett auf dem Boden geheftet, sondern nur an einigen wichtigen Punkten und dann auf dem Esstisch etappenweise weitergeheftet. Insgesamt wurden 150 Sicherheitsnadeln zum Heften verarbeitet.

Hier mal im Detail.

Und nun muss "nur noch" gequiltet werden.

Sonntag, 4. Mai 2008

Feiertag ist freier Tag

Inzwischen sind auch der Rückseitenstoff (grün) und der Binding-Stoff angekommen.
Das verlängerte Wochenende mit dem freien Himmelfahrtstag habe ich dann dazu genutzt, ein bissele weiter am Abschiedsquilt zu arbeiten.
Da nun (die meisten) Siggies da und an kleine Four-Patch-Blöcke genäht sind, kommt nun der nervigste Teil der Übung:
Eine Planung, an welcher Stelle welches Siggy kommt.
Da kann ich nicht einfach drauflos nähen, denn einige der Siggies sind ziemlich bunt und andere "nur" mit schwarz-weißer Schrift signiert. Wenn ich das nicht ein bissele plane, dann habe ich vielleicht eine bunte Ecke und an anderer Stelle zu wenig Farbe drin. Da außerdem die Randdreiecke bei jedem zweiten Block wechseln, muss ich aufpassen, dass ich da nicht aus Versehen durcheinander komme und dann wieder trennen darf.

Also notieren, radieren, planen und grübeln.
An die Four-Patch-Blöcke wurden die Siggies genäht. Danach dann immer zwei Four-Patch-Block/Siggy-Einheiten zu einem größeren Four-Patch-Blöcke zusammennähen.
Und damit es nicht zu leicht wird, kommt zwischendurch mal eine Runde Auftrennen. Seufz!
Als nächstes wurden die Randdreiecke zugeschnitten...
...und dann an die Blöcke angenäht.
Und hier sieht man jetzt die erste und die letzte Reihe, die hier zunächst nur lose aneinander gelegt worden sind, um einen ersten Eindruck zu bekommen.


Samstag, 3. Mai 2008

Nachzügler-Siggies

Ich liebe ja meinen Chor, aber mit der Zuverlässigkeit der Leute hapert´s manchmal ein bissele. Nachdem ich den Leuten noch ein paar Mal auf die Nerven gegangen bin, habe ich jetzt die meisten Siggies zurück. Jetzt schließe ich das Top und wenn dann noch ein Schnarcherle kömmt, hat er eben Pech.

Hier sind die Siggies von Feli, mir (ich habe mir die Freiheit genommen, noch ein zweites zu machen), unserem Bassisten Florian, Susanne, unserem Pianisten Martin, Josi und Andreas.

Dann kamen noch die Siggies von Karin, Franzi mit Sohn Yule und Naomi dazu.
Und last but not least noch Florian K. und Kristina.

Freitag, 2. Mai 2008

Streifzug

Allmählich wird´s ernst mit den Zuschneide- und Näharbeiten für Ulis Abschiedsquilt.

Als erstes wurden fleißig Streifen geschnitten.

Dann wurden jeweils zwei Streifen aneinander genäht.


Die zusammen genähten Streifen auseinandergebügelt und in schmale Streifen geschnitten. Das sind nun Two-Patches, die nun wiederum zu Four-Patches zusammen genäht wurden.

Hier die fertigen Four-Patches.

Vorsorglich und zur Kontrolle nun einmal die Stöffchen aneinander legen, wie es später aussehen soll. Lieber einmal zu viel kontrollieren, dann spart man sich später das Auftrennen (nicht, dass jemand denkt, dass ich hier nicht auch dem Motto: "Meister, ich bin fertig, darf ich trennen?" gefrönt hätte, seufz!)
Kann man sich schon mal vorstellen, gelle?
Und nun die Siggies, die schon zurückgekommen sind an die Four-Patches nähen. Hach, dat passt ja! Doll!


Mittlerweile sind wieder Siggies dazu gekommen. Von Kalle, Felix, Jeanett, Nils und Gido (Vater und Sohn - und wer die beiden kennt, weiß, wie gut die beiden sich selbst karikiert haben ;o)), Monika & Rainer und Ann-Sophie.


Sonntag, 20. April 2008

Siggy für den Abschiedsquilt - Zwischenstand

Inzwischen sind die ersten Siggys wieder bei mir eingetrudelt, die meine Chorleutchen für den Abschiedsquilt für Uli signieren sollten:

Von links oben nach rechts unten sind die Siggys von folgenden Leutchen:
Kathi, Ina, Marlies, Marianne, Lisa, Eva, Katharina & Ann-Kristin, Daniela und Laura.
Hier haben wir die Siggys von Bernd, Monika W., Victoria, von mir, Rebecca, Rolf, Anke, Jutta und Simone.
Jetzt kommen noch die Siggys von Sabine, Christina, Birgit und Christine.
Das Siggy von Monika (L.) und Rainer war mir beim Fotografieren durchgerutscht. Kommt denn beim nächsten Fotoshooting mit drauf.
Hier kommen noch ein paar "Füllsiggys". Monika W., die auch von Anfang an dabei war, hatte mir eine Liste zukommen lassen mit Daten, was in 12 Jahren Chor so zusammengekommen ist. Sie hat da zum Glück ziemlich gut Buch geführt. Nun war das soviel, dass ich nicht alles aufschreiben konnte. Ich habe daher zum einen die Termine und Orte der Berlin-Brandenburger Gospelchorfestivals aufgeschrieben, die für uns immer ein jährlicher Höhepunkt waren und uns viel Anregung und Spaß gebracht hatten. Auf einem Siggy habe ich ein paar prägnante Auftrittsorte und Orte von Chorwochenenden aufgeschrieben. Je ein Siggy wurde zur Erinnerung an die Schwedenreise (da war ich damals aber noch nicht dabei) und an die USA-Reise gestaltet.
Und dann- das musste sein- gibt es auch noch ein Erinnerungssiggy an das erste Konzert des Chores.
Denn das war offenbar legendär!
Die Kommentare der ersten Besucher, meist Freunde und Verwandte, denen nicht rechtzeitig eine Ausrede eingefallen war sich zu drücken, gingen so in die Richtung: "Naja, Hauptsache, es macht euch Spaß!" Ich schätze, einigen fiel noch das Filmzitat aus "QuoVadis?" ein, wo Petronius dem verrückten Nero vorschlägt: "Verbrenne Rom, aber hör auf zu singen!"
Außerdem wurde der Chor damals vom Bläserensemble der Nachbargemeinde "unterstützt". Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, warum dereinst Jericho von Posaunen niedergemacht wurde (so wie der Chor). Das Lied "Elijah Rock" wurde noch über Jahre zum Synonym für "schauderhaft", weil der Chor Töne fand, die gar nicht gefunden werden sollten. Und last but not least boten die Bemühungen des damaligen Mit-Chorleiters Lars-Uwe, den Chor vorne am Altar und gleichzeitig die Bläser auf der Empore an der Orgel (also an der gegenüberliegenden Seite der Kirche) parallel zu dirigieren, einiges an Slapstick-Potenzial.
Wie gesagt, es war denkwürdig!


Dienstag, 11. März 2008

Erste Arbeiten am Abschiedsquilt

Nun denn, es geht also los mit den ersten Vorarbeiten für Ulis Abschiedsquilt. Der weiße Stoff, auf dem die Chormitglieder ihre Abschiedsgrüße verewigen sollen, ist gewaschen und heute habe ich ihn in rund 100 Scraps (4 x 4 inch) zugeschnitten.



Eigentlich wäre ich ja dann fertig, aber ich muss noch die Nahtzugabe von 1/4 inch einzeichnen, damit mir meine nähtechnisch eher unerfahrenen Leutchen nicht zu dicht an den Rand schreiben. Das ist denn schon eher eine Fleißaufgabe. Bei der nächsten Probe kann ich dann beginnen, die Scraps zu verteilen.


Sonntag, 9. März 2008

Stöffchen - was gibt´s Feineres?

So, nun sind die ersten Stöffchen und das Batting angekommen für den Abschiedsquilt für unsere Chorleiterin. Weitere Stöffchen sind geordert, aber das Wichtigste ist, dass ich jetzt erst mal den weißen Stoff (auf dem Bild ganz unten) in viele kleine Quadrate schneide, damit meine Chorleute ihre Signaturen verewigen können.

Manchmal ist es aber faszinierend, wie Zufälle so spielen können. Ich hatte eigentlich einen anderen dunkelblauen Stoff ausgesucht, aber der war vergriffen und so musste ich in einer Hauruckaktion schnell diesen aussuchen, damit mir der Internet-Shop zügig meine Stöffchen zusenden kann.

Nun ist das natürlich immer so eine Sache mit den Bildern auf dem PC, wo man ja nur einen winzigen Bildausschnitt hat und sich ja mit den Farben und Mustern manchmal nicht ganz sicher ist. Das Ersatzaussuchen hatte etwas von Picken nach Zufallsprinzip. Farbe passte -reicht!

Als ich die Stoffe dann hier ausgepackte, habe ich dann aber gestutzt. Den dunkelblauen Stoff kannte ich schon! Den Gleichen habe ich bereits in einem Quilt verarbeitet und davon noch kleine Reste. Nun ist es aber nicht so, dass es irgendein blauer Stoff ist.

Im Jahre 2002 habe ich mit meinem Chor, dessen Leiterin wir jetzt verabschieden müssen (schnüff!) eine USA-Reise gemacht, die nebenbei bemerkt der absolute Oberhammer war. Und in einem ordinären 08/15-Walmart in der Nähe von Atlanta (Georgia) stand ich plötzlich vor einer irre langen Regalreihe mit Patchworkstoffen. Damals hatte mich der Virus noch nicht so erwischt und das Angebot hatte mich etwas überrumpelt. Trotzdem habe ich damals schon mal ein paar Stöffchen auf Vorrat (man kann ja nie wissen!) gekauft. Und zwar genau denselben blauen Stoff.

Nun werde ich also noch ein paar Stückchen "meines" blauen Stoffes mit einarbeiten und dann hat sie in ihrem Abschiedsquilt sogar noch Originalstoff von unserer USA-Reise. Hätt´ ich gar nicht besser planen können!





Freitag, 22. Februar 2008

Unverhofft kommt oft

Nun wird ein neues Projekt in Angriff genommen. Kommt etwas plötzlich und hat auch ein Zeitlimit. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass meine zweite Leidenschaft das Gospelchorsingen ist. In meinem Gospelchor "Joyful Noise" bin ich nun seit ziemlich genau zehn Jahren Mitglied und es ist immer wieder toll. Sei es, dass man sich bei den Proben auspowert oder bei Konzerten die Leute mitreißt (motiviert mit einer Mischung aus Adrenalin und Todesangst ;o)).
Jetzt hat uns leider unsere Chorleiterin angekündigt, dass sie zu den Sommerferien die Chorleitung aufgeben muss, da sie die Stelle wechselt.
Uli hat den Chor seit Beginn, also seit zwölf Jahren mit viel Spaß, Engagement und Herzblut geführt und da fand ich, dass sie ein besonderes Dankeschön verdient hat.
Na, was lag da näher als ein Quilt (jedenfalls für mich)? Nun können meine Mit-Trällerkumpels und -kumpelinen zwar ganz toll singen, aber mit dem Nähen haben sie es eher nicht. Also habe ich beschlossen -und bislang auch auf meinen Vorschlag nur positives Feedback bekommen- wie beim Konfirmationsquilt für meine Tochter Stoffstücke zu verteilen, die die Leute signieren sollen und die ich dann zu einem Quilt zusammen nähe. Mal gucken, ob ich irgendjemanden zum Mitnähen überreden kann, aber falls nicht, muss ich das alleine machen (was ja keine allzu schlimme Strafe wäre *grins*).
Daher habe ich ein einfaches, flott zuzuschneidendes und zu nähendes Muster ausgesucht. Schließlich sollen ja auch die Siggys wirken und nicht das Muster. Hier habe ich Euch den ersten Entwurf eingestellt.
Die Farben sind noch nicht endgültig, sondern nur ein Schema, damit ich die Verteilung und die Menge des zu besorgenden Stoffes ermitteln kann.