Samstag, 5. April 2008

Stralsund - ohne mich (schnüffz)

Im Moment komme ich mir vor wie ein vom Pech verfolgtes Montagsauto. Da habe ich mich nun seit Wochen auf das Patchworkwochenende mit den Oststernchen in Stralsund gefreut und nun haut mich auf den letzten Drücker ein Infekt aus den Socken. (#%§$# -hier steht jetzt eine Sammlung nicht druckreifer Flüche). Aber nun zeige ich Euch trotzdem mal, was ich hier vorbereitet hatte zum Mitnehmen. Wenigstens konnte ich meinen Krempel noch Beatrice mitgeben.

Also hier ist eine Tür. Unsere Gastgeberin, Tina, hat einen Faible für Türen. Der Darß soll bekannt für seine dekorativen Türen an alten Häusern sein. Also haben wir ihr als Dankeschön jede einen kleinen Block mit einer Tür genäht, den sie nach Lust und Laune weiterverarbeiten kann. Ich hoffe, ihr gefällt´s.




Das nächste, was ihr hier seht, ist mein Mugging-Beitrag:


Für Nichteingeweihte:
Beim Mugging verpackt jeder ein blickdichtes Päckchen mit vergleichbarem Inhalt. In unserem Falle hieß das: etwas Selbstgenähtes (hier: ein Kosmetik-Täschchen), ein Stück Stoff, etwas zum Nähen (hier: schönes Quiltgarn), ein Gefäß (hier: ein Vorratsglas, das man auch außerhalb der Küche z.B. für Knöpfe oder Bänder nutzen kann), ein Stoffsiggy (eine Art Stoff-Visitenkarte) und last, but not least noch was Süßes um die Hüften aufzupolstern. Falls das nicht nötig sein soll, kann man´s auch einfach essen ;o).

Diese Päckchen werden zu Beginn des Spiels verteilt oder jeder nimmt sich eines. Im Verlauf des Spiels (z.B. während man vormittags näht) sagt die Spielleiterin mehrmals und willkürlich "Mugging" und jeder rennt los und tauscht mit irgendjemand anderem. Oft sind zwei oder mehr Leute auf dasselbe Päckchen scharf, ohne eigentlich zu wissen, was drin ist. Und dann wird beim Tauschen getrickst, gefeilscht oder geschummelt, was dann meist sehr witzig ist.

Wenn das Spiel zuende ist, packt jeder vor den Augen der Übrigen das Päckchen aus, das er ergattert hat und dann gibt es meist "Ah"´s und "Oh"´s, zumal sich oft hinter unscheinbarer Verpackung wahre Schätze verbergen.
Ich weiß ja nicht, wer mein Mugging erwischt, aber ich hoffe, sie freut sich.


Ein weiteres Objekt, was nun ohne mich die Reise nach Stralsund angetreten hat (Schnüff, heul, Buhu! Ich werf mich hinter´n Zug!) ist mein Challenge Teil. Davon hatte ich ja bereits berichtet. Die Aufgabe lautete, etwas zu nähen unter dem Motto "MV tut gut". Zur Erinnerung stelle ich noch mal das MV-Logo ein. Ich habe, passend zum Thema "See" einen Seesack genäht und das Logo als Vortasche aufgenäht. Hier die Gesamtansicht von vorne:


Das Logo habe ich kreisrund verfremdet und eine Seemöve darüber appliziert. Die kleinen Muscheln kommen aus dem eigentlichen Logo heraus.



Und hier sieht man den Seesack von hinten. Der sandfarbene Stoff ist mit beigefarbenem Garn gestippelt und das soll Spuren im Sand suggerieren.



Wenn man genau hinsieht, sieht man, dass ich verstreut mit goldfarbenem Garn die Umrisse von Muscheln eingequiltet habe (ich hoffe, man kann´s erkennen).

So dele, nun habe ich präsentiert, was ich in den letzten Wochen so getackert habe und bislang nicht zeigen konnte.

Freitag, 21. März 2008

Schnee in Bayern

Mein Mann und ich haben uns ein paar kinderfreie Tage in Bayern, genauer gesagt in Franken gegönnt und sind in Berlin bei wunderschönem Vorfrühlingswetter losgefahren. Am Ziel angekommen fanden wir dann zu unserer Überraschung am nächsten Morgen Schnee vor. Und das war dann erst der Anfang. In den folgenden drei Tage hat es dann geschneit und geschneit und geschneit. So etwas sind wir Flachlandtiroler natürlich nicht gewohnt. Schade, dass es die Woche vor Ostern war. In der Woche vor Weihnachten wäre es stimmungsvoller gewesen.


Dienstag, 11. März 2008

Erste Arbeiten am Abschiedsquilt

Nun denn, es geht also los mit den ersten Vorarbeiten für Ulis Abschiedsquilt. Der weiße Stoff, auf dem die Chormitglieder ihre Abschiedsgrüße verewigen sollen, ist gewaschen und heute habe ich ihn in rund 100 Scraps (4 x 4 inch) zugeschnitten.



Eigentlich wäre ich ja dann fertig, aber ich muss noch die Nahtzugabe von 1/4 inch einzeichnen, damit mir meine nähtechnisch eher unerfahrenen Leutchen nicht zu dicht an den Rand schreiben. Das ist denn schon eher eine Fleißaufgabe. Bei der nächsten Probe kann ich dann beginnen, die Scraps zu verteilen.


Begrüßungsgeschenk für Amy

Sehr liebe Freunde von uns sind das erste Mal Großeltern geworden. (Sie sind sowieso die ersten aus unserem Freundeskreis, die Oma und Opa wurden. Schon komisch irgendwie.)
Aber nun ist Klein-Amy da und nach den ersten Fotos, die wir sehen durften, ist es auch eine ganz süße Maus.
Na, da musste ich mir doch etwas zur Begrüßung einfallen lassen. Schließlich schätze ich mal, dass den jungen Eltern der 95. Strampler wahrscheinlich eher wenig nützt. Also bekommen sie von uns einen Gutschein für eine Drogerie-Kette für Windeln oder was immer sie sonst brauchen. Das geht schließlich auch ganz gut ins Geld.

Aber es ist ja nicht so, dass ich so etwas gerne in einem profanen Briefumschlag überreiche, also musste ein pfiffiges Mitgibsel her. Beim Stöbern im Internet bin ich über folgende Anregung gestolpert, die ich gestern so Pi mal Schnauze nachgearbeitet habe.

So sieht es geschlossen aus:





Hier ist es einmal auseinander geklappt:


Und jetzt ein zweites Mal auseinander geklappt:

Und jetzt aufgeklappt! Ein zusammenfaltbares Wickelunterlagetäschchen. Rechts ein Reßverschlusstäschchen, links ein Täschchen mit Gummizug (auch ausklappbar) und unten noch ein kleines aufgenähtes Täschchen sowie eine knöpfbare Lasche zum Befestigen des Schnullis,

Ich weiß ja nicht, ob´s von den frischgebackenen Eltern wirklich genutzt wird, aber mir gefällt´s.

Preemie-Quilt

Das Oststernetreffen in Stalsund wirft seine Schatten voraus und wie ich ja schon geschrieben habe, kann ich noch nicht alles zeigen (Mugging-Päckchen und Challengeteil!)

Aber das hier kann ich schon zeigen: Einen Frühchenquilt. (Die Farben sind hier merkwürdiger Weise etwas blass.)




Alle, die beim Oststernetreffen dabei sind, wurden gebeten (ist aber keine Pflicht!) einen kleinen Quilt in den Maßen zwischen 50 x 50 cm und 90 x 90 cm herzustellen und mitzubringen. Diese Quiltchen werden dann gesammelt und an Krankenhäuser mit Frühgeborenenstationen in Österreich und Deutschland verteilt. Dort werden sie so einem winzigen Frühchen zur Geburt geschenkt und die Eltern können den Quilt dann mitnehmen, wenn sie mit dem Baby das Krankenhaus wieder verlassen.

Montag, 10. März 2008

Ein Blüschen in Ehren

Am letzten Sonntag, also gestern, bin ich mal wieder zum Nähen gekommen und präsentiere Euch mein neuestes Werk. Ich habe mir nach dem Zuschneidewerk eine Bluse genäht und bin ganz fasziniert, dass es tatsächlich geklappt hat, nur mit Hilfe von zwei Maßen, sich selbst einen Schnitt zu entwickeln und es passt!
Allerdings bietet die Zuschneidelehre keine Nähanleitung im eigentlichen Sinne. Nähen muss man schon können. Es gibt keine Arbeitsanleitung, wie und wann was zu nähen ist.
Also Sonntag vormittag die Teile zugeschnitten.



Und abends die fertige Bluse! Tatatata!



Handtaschen - ein Mysterium für Männer

Aus irgendwelchen Gründen wurde ich von meinen Zickchen gebeten, eine Handtaschen-Inhalt-Momentaufnahme zu machen. Ich mach ja oft, was man mir sagt, auch wenn ich nicht weiß, warum ;o).

Hier also: Dann will ich mal erklären, was ich mit mir so rumschleppe: Natürlich mein Portemonaie und meinen Reisepass. Mein Personalausweis ist schon eine Weile abgelaufen und ich habe es noch nicht auf die Kette gekriegt, den verlängern zu lassen. (Hüstel! Flöt!). Dann mein Kalender, ohne den ich mich nackt fühle. Der muss immer mit! Kuli und zwei Labellos sowie zweieinhalb Päckchen Tempotaschentücher.
Der schwarze Handtaschenregenschirm ist aus dem Disney-Store in New York und wird gehütet wie ein Augapfel. Als ich vor einigen Jahren mit meinem Chor unter anderem in New York war, hat es da drei Tage am Stück geregnet. Die New Yorker hatten scheinbar eine Vorliebe für schwarze Billig- Schirme. Jedenfalls wuchsen plötzlich fliegende Händler aus dem Boden, die die Dinger für $ 3,95 verkauften. Die Schirme kosteten nicht viel und taugten offensichtlich ebenso wenig. Wir sahen sie jedenfalls nach drei Tagen zu Dutzenden aus den Mülleimern ragen. Kaputt natürlich!
Aber als ich diesen Schirm -in Schwarz natürlich!- im Disney Store auf der 5th Avenue (hach, wie das klingt!) sah, musste ich mir dieses Souvenir aus NY mitnehmen.
Das selbstgenähte Täschchen enthält alles, was frau so braucht: ein bisschen Reserveschminkzeug, Pflaster, Kamm, Labello 3 + 4 und ein kleines Neccessaire.
Was auf diesem Bild nicht zu sehen ist, ist mein Schlüssel. Der hängt am Haken im Flur. Da bin ich extrem pingelig mit! Außerdem fehlt das Handy, weil ich mit dem ja gerade fotografiert habe.
Eigentlich recht unspektakulär, oder?