Montag, 7. Dezember 2009

Vor-Weihnachtsgeschichte

Hier möchte ich Euch mal eine kleine Vorweihnachtsgeschichte erzählen:

Da ich direkt an meiner Arbeitsstelle nicht parken kann, habe ich einen kleinen Fußweg von ca. 10 Minuten vom Büro bis zur Auto. Bei kaltem oder schlechten Wetter kürze ich dann meistens durch das benachbarte Rathaus ab. Als ich am Freitag auf dem Weg zum Auto also wieder durch das Rathaus lief und auf die Ausgangstür zusegelte, kam mir aus dem anderen Gang ein Mann entgegen, der eine große Stiege (Plastikkorb) voll mit ca. zwanzig eingepackten Blumen trug und der ebenfalls in Richtung Tür steuerte.

Höflich wie ich nun mal bin, fragte ich, ob er auch hinaus wollte und ob ich ihm die Tür aufhalten sollte. Die Stiege war ja ziemlich groß und sperrig, so dass er sie mit beiden Händen festhalten musste.

Er lächelte dankend und sagte: "Danke schön, das ist aber nett!"

Während ich ihm die Tür aufhielt und sie dann hinter uns schloss, flachste ich rum: "Tja, so bin ich nun mal!"

Draußen stellte er die Stiege auf einen Stapel Bretter, nahm eine Pflanze raus und drückte sie mir in die Hand mit den Worten: "Dankeschön! Ich bin auch nett!"

Im ersten Moment war ich völlig verblüfft, aber als er mir dann noch ein schönes Adventswochenende wünschte, seine Stiege wieder aufnahm und davon stapfte, habe ich mich einfach gefreut.

Ist doch nett, gelle? Eben Vorweihnachtszeit!

Und hier ist das Pflänzchen, das ich zu Hause ausgepackt habe: Ein prachtvoller, ca. 40 cm hoher Weihnachtsstern!


Freitag, 4. Dezember 2009

Schön kuschelig

sind diese Filzpuschen, die ich mir aus Feltro-Wolle von Lana Grossa zuerst gestrickt und dann in der Waschmaschine gefilzt habe. Sie halten soooo schön warm!


Montag, 23. November 2009

"Richtungswechsel"

heißt dieser Quilt, den ich Euch ja noch mal zeigen wollte, wo er doch nun schon eine ganze Weile fertig ist.

Dieser Quilt ist ca. 160 x 185 cm groß und komplett aus Batikstoffen gearbeitet. Das Muster heißt "Flying Dutchman Variation" und ich habe es von hier.

Ausgangsmaterial waren mehrere Scrappackungen vom Holland Stoffmarkt. Dazu habe ich lediglich den schwarzen Hintergrundstoff, den Stoff für den Rand und die Rückseite gekauft.

Da sich Batik als Popeline mit der Hand schwer quilten lässt, habe ich ihn nicht nur mit der Maschine genäht, sondern auch mit der Maschine gequiltet.

Inzwischen liegt er schon ein paar Tage auf dem Bett meines Mannes, der sich freut, dass er nun endlich auch einen Quilt hat, der für ihn groß genug ist.

Hier also die Gesamtansicht:


...und hier noch mal eine Detailaufnahme. Die Blöcke sind in der Naht gequiltet, der Rand ist gestippelt.

Freitag, 20. November 2009

Fotomotive muss man suchen...

... aber manchmal bekommt man sie auch einfach frei Haus geliefert.
Im Moment hat mich ja ein Infekt niedergestreckt (nein, keine Schweinegrippe - aber leider haben andere Feld-Wald-und-Wiesen-Schnupfen-Erreger deswegen keine Betriebsruhe) und als ich abends auf meiner Couch saß, umgeben von Bergen von Taschentüchern, einem Teechen und -wie es sich gehört- eingewickelt in ein Quiltchen bot sich mir dieser Anblick eines traumhaften Sonnenunterganges, als ich aus dem Wohnzimmerfenster gesehen habe.

Da habe ich einfach mal auf den Auslöser gedrückt. Schön, gelle? Die Natur ist eben doch der begabteste Maler!



Freitag, 30. Oktober 2009

Och Mannooooo

Meine Oma sagte immer: "Wenn Du berlinern willst, musst Du vorher Hochdeutsch sprechen können!"

Also:
Hier in feinem Hochdeutsch: "Ich wüsste zu gerne, welcher cognitiv suboptimierte Mitarbeiter dieser Wollmanufaktur nicht ganz präzise seine Aufmerksamkeit der Fortführung des harmonischen Farbverlaufes in der Garnstruktur gewidmet hat."

Auf Berlinisch: "Welcha Volltrottel hat´n hier nich uffjepasst und mit Tomaten uffe Oogen einfach de falsche Strippe ranjebastelt?"

Hierzu jetzt bitte einen herzhaften deutschen und international verständlichen Fluch vorstellen.

Was ist passiert?

Erinnert Ihr Euch noch an das Kauni-Garn, dass ich mir aus dem Dänemarkurlaub mitgebracht habe? Das Garn hat einen tollen Regenbogenfarbverlauf. Siehe hier:


Nun aber, nachdem der Schal zu ca. Dreiviertel fertig ist, kommt das hier:

Offensichtlich war bei der Fertigung das Garn zuende und es wurde einfach die nächste Farbe (von orange zu rot) eingezwirnt. Nur gibt es jetzt plötzlich einen harten Übergang und keinen fließenden Farbverlauf mehr. Na, das sieht ja .... (nicht salonfähiges Wort bitte selbst einsetzen) ... aus!

Und nun? Was mache ich nun außer einem dummen Gesicht? Jetzt schon abstricken geht nicht, weil der Schal dann zu kurz wird ("Wat soll ick´n mitt´n Fähnchen mit Löchan drinne?"). Wahrscheinlich werde ich ihn aufribbeln (klar, wollte ich ja auch mal wieder machen! Grmbl) und schmaler stricken. Aber ärgerlich und schade um die bisher investierte Zeit ist es alle Mal.

Außerdem muss ich sagen, dass mich Kauni-Wolle nicht wirklich überzeugt hat. Ich finde sie ziemlich kratzig (Könnte sich vielleicht durch Waschen ändern?) und gelegentlich wird der Faden bedenklich dünn.

Also Herrschaften von KAUNI-Wolle: Das war mein erstes und letztes Knäuel von Euch!!

Dienstag, 27. Oktober 2009

Tja, nur kein Neid

obwohl man schon neidisch werden könnte, wenn man so schöne Haare sieht ;o). Hier war mein großes Tochterkind beim Friseur. Nein, das ist keine Dauerwelle, sie hat von Natur aus so schöne Haare (sie sind lediglich mal in Form geföhnt). Dick, glänzend und mit einer großzügigen Naturwelle. Die Friseurin war hin und weg und zwitscherte fröhlich, wie toll es wäre, "endlich mal" so traumhafte Haare zu stylen, die nicht gefärbt oder irgendwie behandelt sind. Allerdings konnte ich mir das Grinsen nicht verkneifen, denn die beiden Kundinnen rechts und links vom Tochterkind saßen beide(!) mit Färbemitteln auf dem Kopf und guckten etwas pikiert ("Äh, Hallo?")


Montag, 26. Oktober 2009

Nachdenklich gemacht

...hat mich dieser Blog der Initiative "Schmetterlingskinder", über den ich beim Surfen im Internet gestolpert bin.
Wenn man wie ich das Glück hat drei gesunde Kinder (bekommen) haben zu dürfen, dann kommt man doch ins Grübeln, dass es eben nicht selbstverständlich ist (obwohl ich es auch aus eigener Erfahrung weiß), dass eine Schwangerschaft glücklich verläuft. Auch eine gute Freundin von mir musste sich noch vor der Geburt von ihrer Tochter verabschieden.

Wenn also jemand diese Aktion unterstützen möchte, wäre es sehr schön. Vielleicht hilft es ja auch, wenn ich diesen Blog bekannt mache.