Donnerstag, 31. Juli 2008

Schmöker

von einigen Seiten Umfang, die allerdings recht groß gedruckt sind. Von Ingo Gach "Caligulas Rache"


Darum geht´s:
Im römisch besetzten Colonia wird ein Quaestor bestialisch ermordet. Ein Schuldiger ist schnell gefunden, der freigelassene Sklave Walraban. Einzig der junge Germane Rainolf glaubt nicht, dass sein Freund der Täter ist.
Mithilfe der attraktiven Tochter des römischen Prokonsuls folgt Rainolf den Spuren zweier verdächtiger Barbaren. Als er trotz aller Widrigkeiten einen der Beiden stellen kann, liegt der im Sterben. Seine letzten Worte sind: »Caligulas Rache wird euch vernichten.« Was soll das bedeuten? Woher kennt überhaupt ein ungebildeter Krieger den Namen Caligula? Den Namen des grausamen römischen Kaisers, der schon seit vielen Jahrzehnten tot ist?
Meine Meinung:
Also, erste Mal: Köln scheint ja seit Jahrhunderten eine Hochburg des Verbrechens zu sein (grins). In der Jetzt-Zeit (Mordshunger), im Mittelalter (Tod und Teufel) oder in der Antike.
Aber nun zum Buch: Das Komplott ist ganz nett entwickelt, aber der Held -und meiner Meinung nach auch der Autor- kommen etwas naiv rüber. Dass alle Welt dem Helden sofort und ohne Vorbehalte zu Hilfe eilt, erscheint nicht sehr glaubwürdig. Und die Schlussszenen lassen jegliche Finesse vermissen und wirken ziemlich schablonenhaft.
Naja.

Sonntag, 27. Juli 2008

Seitenweise

habe ich weiter geschmökert. Ich muss ja zusehen, dass ich die schwiegerelterlichen Leihgaben wieder zurückgeben kann.

Gut gefallen hat mir Frank Schätzing "Tod und Teufel"

Inhaltsangabe:

Köln im Jahr 1260. Durch die Gebeine der Heiligen Drei Könige, die der Erzbischof Rainald von Dassel als Kriegsbeute mitgebracht hat, hat sich in die einstmals kleine Stadt zu einem der größten Pilgerorte der Christenheit entwickelt - einen Pilgerort zudem, den mit dem Dom eine (wenn auch unfertige) Kathedrale krönt.
Aber nicht nur Gläubige zieht das fromme Treiben an, sondern auch Verbrecher, Strolche oder Mörder. Darunter sind eher liebenswerte Streuner wie Jacob, der aufgrund seiner roten Haare „der Fuchs“ genannt wird, aber auch wahrhaft diabolische Gestalten wie der Schatten, den Reisende schon einmal gern mit dem Leibhaftigen oder einem Wolf verwechseln. Die Wege von Fuchs und Wolf kreuzen sich, was Jacob zum Verhängnis zu werden droht. Denn ausgerechnet er beobachtet, wie jemand den Dombaumeister vom Gerüst stürzt -- und verrät sich selbst dadurch, dass im selben Moment der Ast jenes Baumes bricht, auf den Jacob zum Apfelstehlen gestiegen war. Von nun an muss Jacob um sein Leben fürchten, und nicht nur das: Jeder, mit dem er spricht, stirbt eines unnatürlichen Todes ...



Mein Fazit:

Hat sich gut und kurzweilig weggelesen. Schätzing hat einen unterhaltsamen Schreibstil und bringt einem auf interessante Art das mittelalterliche Köln näher. Ein wenig nervig fand ich nur, dass ich ein bissle Probleme hatte durch die Identitäten der anderen Mitspieler zu steigen, bis ich mitgekriegt hatte, wer hier wessen Anhängsel war.



Und spät, aber immerhin auch schon mal habe ich von Hennig Mankell "Die weiße Löwin" gelesen.


Kurzbeschreibung:

Kommissar Wallander steht vor dem kompliziertesten Fall seiner Karriere. Alles beginnt mit dem Verschwinden einer schwedischen Immobilienmaklerin - doch schon bald weisen immer mehr Details auf ein teuflisches Komplott von internationalen Dimensionen hin. Als es Wallander schließlich gelingt, die Details zu einem Bild zusammenzuführen, weiß er, daß es nicht mehr nur um das Wohl Einzelner geht, sondern das Schicksal von Hunderttausenden auf dem Spiel steht...



Mein Fazit:

Von Mankell hatte ich immer Abstand genommen, weil ich mal eine Kurzgeschichte von ihm gelesen hatte, die mich ziemlich enttäuscht hatte. Ziemlich flach und einfallslos (bitte nicht fragen welche. Selbst das hab ich inzwischen vergessen). Daher hatte ich den Hype um Mankell immer nicht verstanden. Aber das Buch hier war schon ziemlich spannend geschrieben. Auch wenn Mankell sicher nicht mein Lieblingsautor wird, so werd ich sicher bei Gelegenheit noch das eine oder andere von ihm lesen.

Donnerstag, 24. Juli 2008

Es grünt sehr grün

Diese Socken sind mir von der Nadel gehüpft. Nach der Grundanleitung aus dem Buch "Patchworksocken stricken".
Das Stricken hat echt Spaß gemacht und die Socken waren gefühlt schneller fertig als beim herkömmlichen Rundenstricken, aber ich glaube trotzdem nicht, dass ich noch mal welche stricke.
Zum einen trägt das Muster kraus rechts doch ziemlich auf und zum anderen war es nicht ganz zu vermeiden, dass sich kleine Wülstchen an den Stellen bilden, an denen man aus dem Rand des vorangehenden Patches das nächste Patch strickt. Ob das wirklich in den Schuhe so bequem ist, bezweifle ich ein bissele.

Also werden es wohl Gartenclog-Socken. Das Muster erinnert ja schon sehr an die Collektion von Y-Reisen Marke Tarnmuster. (Für Nichteingeweihte: "Y-Reisen" heißen bei uns die Fahrzeuge der Bundeswehr, die ja alle ein "Y" im Nummernschild haben)
Ich glaube, allein hätte ich mir so eine Farbe nicht gekauft, denn das Grün ist schon ziemlich heftig. Das Knäuel war eine liebe Gabe. Aber was meint ihr, wie dieses Grün zusammen mit meinen quietsch-pinken Gartenclogs aussieht? Damit übersieht mich garantiert keiner mehr im Garten ;o)

Ausgelesen

habe ich von Arnaldur Indridason "Engelsstimme".
Darum geht´s:
In einem angesehenen Hotel in Reykjavík wird der Portier erstochen aufgefunden, als Weihnachtsmann verkleidet. Ein rätselhafter Mord, den Erlendur und seine Kollegen von der Kripo Reykjavík aufklären sollen, ohne die internationalen Gäste zu verschrecken - Island darf nicht zu spannend und zu abenteuerlich sein. Um den Tod des Mannes schert sich eigentlich niemand, kein Mensch will etwas mit ihm zu tun gehabt haben. Wer aber hat Interesse, einen zurückgezogen lebenden Portier aus dem Weg zu räumen? Erlendur quartiert sich kurzerhand im Hotel ein, um den Beweggründen auf die Spur zu kommen. Wieder einmal reichen die Fäden weit in die Vergangenheit zurück ...


Meine Meinung:
Arnaldur Indridason ist einer der Autoren, von denen ich gleich nach dem ersten Buch begeistert war. Das war "Nordermoor", den ich vor einer Weile gelesen hatte.
Auch dieses Buch finde ich absolut lesenswert, auch wenn die Auflösung am Schluss ein bissele unspektakulär ist. Aber der Fall ist wieder gut aufgebaut und spannend.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Graved Lachs

heißen diese Socken. Schuld daran ist die Farbkombination von Weiß, Grau und zwei Lachstönen, die mich beim Stricken die ganze Zeit an eine leckeres Lachsfilet erinnert hat.
Das Bündchen ist im falschen Patent gestrickt und das Schaftmuster ist das Muster "Scala" der SKL. Allerdings habe ich den Mustersatz nur zweimal und nicht wie angegeben dreimal gestrickt.
Gestrickt aus "Fortissima Socka" von Schoeller und Stahl. 60% Schurwolle und 40% Polypropylen. Obwohl ich auch hier Nadeln 2,5 gestrickt habe, sind die Socken relativ dick, so dass ich sie sicher erst im Winter tragen werde.
Ist eben der einzige Vorteil, wenn man fast den ganzen Tag flach liegt, dass man wenigstens zum Schmökern und Stricken kommt. Auch wenn ich ansonsten die Augen zumachen muss, wenn ich in den Garten gehe oder in die Küche (seufz) oder in mein Nähzimmer (Doppelseufz).
Aber der Doc hat mich heute schon aufgemuntert. Die Schmerzdroppies konnte ich schon auf ein Fünftel runterfahren und jetzt darf ich schon 10 bis 15 Minuten sitzen, so dass ich wenigstens wieder im Sitzen essen kann. Spazieren gehen darf ich dann auch inzwischen so eine dreiviertel Stunde. Na bitte, wird doch!

Lesestöffchen

gab es in den letzten Tagen auch wieder. Da war zunächst einmal "Diabolus" von Dan Brown.

In Kürze die Story: Die amerikanische National Security Agency (NSA) kann mit ihrem geheim gehaltenen Translater jeden Code knacken, bis zu dem Zeitpunkt als ein ehemaliger Mitarbeiter, ein japanischer Programmierer, der sich als Pazifist für die Rechte der Bürger verantwortlich sieht, an der Kryptographischen Abteilung Rache nimmt. Sein Programm, dem „Brute Force“ nicht gewachsen ist, soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Verständlich, dass der Geheimdienst ins Schwitzen kommt…

Meine Meinung:
Nicht ganz so ausgefeilt und überraschend wie andere Dan Brown-Bücher, aber ganz nett wegzulesen. Inwieweit der Autor sich wirklich mit kryptographischen Geheimdienstinterna auskennt, entzieht sich meiner Kenntnis, aber denkbar ist da schon so manches, was einem den kalten Schauer über den Rücken scheucht. Ein Satz aus dem Buch "wer wacht über die Wächter" hat meines Erachtens ja nichts von seiner Aktualität verloren.

Als nächstes ein Buch, das schon eine ganze Weile auf meiner Lese-Wunschliste stand. "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling.
Aber da es zweimal in meiner näheren Verwandtschaft vorhanden war und ich immer mit dem "Das kann ich dir doch leihen."-Satz vertröstet wurde, bin ich halt jetzt erst zum Lesen gekommen.Kurzbeschreibung

Kein Witz: Hape Kerkeling, Deutschlands vielseitigster TV-Entertainer, geht zum Grab des heiligen Jakob: 600 Kilometer durch Frankreich und Spanien bis nach Santiago de Compostela, und erlebt die außergewöhnliche Kraft einer Pilgerreise.Es ist ein sonniger Junimorgen, als Hape Kerkeling, bekennende couch potato, endgültig seinen inneren Schweinehund besiegt und in St.-Jean-Pied-de-Port aufbricht. Sechs Wochen liegen vor ihm, allein mit sich und seinem elf Kilo schweren Rucksack: über die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen, durch das Baskenland, Navarra und Rioja bis nach Galicien zum Grab des heiligen Jakob, seit über tausend Jahren Ziel für Gläubige aus der ganzen Welt. Mit Charme, Witz und Blick für das Besondere erschließt Kerkeling sich die fremden Regionen, lernt er die Einheimischen ebenso wie moderne Pilger und ihre Rituale kennen. Er erlebt Einsamkeit und Stille, Erschöpfung und Zweifel, aber auch Hilfsbereitschaft, Freundschaften und Belohnungen – und eine ganz eigene Nähe zu Gott. In seinem Buch über den Wert des Wanderns zeigt der beliebte Spaßmacher, wie er auch noch ist: abenteuerlustig, weltoffen, meditativ.

Meine Meinung:
Viel muss ich dazu wohl nicht sagen. Wunderschön!

Und hier eine Leseleihgabe meiner Tochter: "Der Erdbeerpflücker" von Monika FethKurzbeschreibung:

Als ihre Freundin ermordet wird, schwört Jette öffentlich Rache - und macht den Mörder damit auf sich aufmerksam. Er nähert sich Jette als Freund, und sie verliebt sich in ihn, ohne zu ahnen, mit wem sie es in Wahrheit zu tun hat.

Meine Meinung:
Ein Krimipralinchen. Mal ungewöhnlich geschrieben, weil man sehr früh den Mörder kennt. Aber gut, wie die Autorin die Geschichte aus der Sicht der Beteiligten (auch des Mörders) schildert.

Dienstag, 15. Juli 2008

Neue Socken

Diese Socken musste ich ja auch noch digifieren. Angefangen hatte ich sie ja noch vor der OP zur Nervenberuhigung und hatte das Strickzeug auch im Krankenhaus mit. Witzigerweise entpuppte sich die Physiotherapeutin, die mich dann imKrankenhaus bespaßen musste, auch als begeisterte Sockenstrickerin und so waren ihre Aufenthalte an meinem Bett etwas länger und eher von Sockenfachsimpelei als von therapeutischen Anweisungen geprägt. :0)

Das Muster nennt sich "Bambusmuster" und ist ganz einfach. Da die Wolle einen Baumwollanteil enthält, fand ich, passte das. Die Wolle heißt "Meilenweit Cotton Fantasy" von Lana Grossa (45% Baumwolle, 42% Schurwolle, 13% Polyamid) und wurde verstrickt mit Nadeln 2,5.